"Verschleppt ans Ende der Welt" - Schicksale deutscher Frauen in sowjetischen Arbeitslagern
Köthener Gespräch - 14. November 2011, 18.00-21.00 Uhr in der Crêperie Lorette, Bernburger Str. 58, Köthen (Anhalt)
Am Ende des Zweiten Weltkriegs deportierte der sowjetische Geheimdienst Hunderttausende deutscher Zivilisten in sibirische Arbeitslager. Es waren überwiegend Frauen. Mehr als ein Drittel von ihnen kehrte nicht zurück.
1993 bricht die Regisseurin Freya Klier mit drei älteren Frauen nach Sibirien auf. Die drei gehören zu jenen Menschen, die als „lebende Reparationen“ in die Sowjetunion verschleppt worden sind, um die deutsche Kriegsschuld abzuarbeiten.
Neben dem historischen Hintergrund der Deportationen und den schmerzlichen Erlebnissen der Spurensuche zeigt der Film auch die Lebenssituation der sibirischen Bewohner. Er schildert zudem die warmherzige Begegnung zwischen Frauen, die einst als „Sieger und Besiegte“ aufeinander trafen.
Herzlich laden wir zur Filmvorführung mit anschließendem Gespräch ein!
