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Den Patienten in den Mittelpunkt stellen - Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesministerin für Bildung und Forschung

Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesministerin für Bildung und Forschung stellt dar, wie die Bundesregierung die Gesundheitsforschung an Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der Wirtschaft fördert.

Forschungsergebnisse sollen in Zukunft schneller und wirksamer aus der Grundlagen- und der klinischen Forschung in die medizinische Regelversorgung kommen. Der Bundestag debattierte am Donnerstag das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Es stellt dar, wie die Bundesregierung die Gesundheitsforschung an Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der Wirtschaft fördert. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Kretschmer sagte im Plenum, Ziel des Programms sei es, die Gesundheitsforschung zum Patienten zu bringen. Die Gesundheitsforschung müsse den Patienten in den Mittelpunkt stellen.

Dieser Prozess der Nutzbarmachung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung für die medizinische Praxis - in der Medizin-Forschung als Translation bezeichnet - wird durch das neue Programm beschleunigt. Dabei werde die Qualität der Forschung nicht leiden, sondern solle noch erhöht werden, bekräftigte Kretschmer. Bundesforschungsministerin Annette Schavan betonte, eines der zentralen Merkmale des Rahmenprogramms sei die Internationalisierung. Das neue Programm hat eine Laufzeit von acht Jahren.

Volkskrankheiten besser erforschen

Volkskrankheiten sollen in neuen Zentren der Gesundheitsforschung besser erforscht werden. Im Jahr 2009 wurden bereits das „Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen" und das „Deutsche Zentrum für Diabetesforschung" gegründet. Nun folgen vier weitere Zentren in den Bereichen Herz-Kreislauf-Forschung, Infektionsforschung, Krebsforschung und Lungenforschung.

Damit werden Strukturen des Wissenschaftssystems aufgebrochen, da die jeweils besten Forschungsgruppen aus Hochschulmedizin und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammengebracht und langfristig gefördert werden. Wissenslücken werden geschlossen und Prävention, Diagnose und Therapie verbessert.
Weitere Aktionsfelder des Rahmenprogramms sind individualisierte Medizin, Präventions- und Ernährungsforschung, Versorgungsforschung, Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsforschung in globaler Kooperation. Zu allen Aktionsfeldern werden in nächster Zeit neue Fördermaßnahmen gestartet.

Mehr als 5,5 Milliarden Euro Förderung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung in den nächsten vier Jahren mehr als 500 Millionen Euro zur Verfügung, für die Aktivitäten der Projektförderung mehr als 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen erhebliche Beträge für die institutionelle Förderung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen durch das BMBF im Bereich der Gesundheitsforschung und für die Förderung der Gesundheitsforschung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Insgesamt stellt das BMBF der Gesundheitsforschung damit in den nächsten vier Jahren mehr als 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Hinzu kommen seitens des Bundes weitere erhebliche Ausgaben anderer Ressorts für Projektförderung, institutionelle Förderung und Ressortforschung.

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