Erhalt ökologisch vorteilhafter Kartonverpackungen
15. Juli 2009
Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Petzold und des Geschäftsführers der FKN Prof. Dr. Vogtmann im Werk Wittenberg der SIG Combibloc
Vor dem Hintergrund, dass ein Umweltverband die ökologische Vorteilhaftigkeit der Getränkekartonverpackung bezweifelt und das Bundesumweltministerium einen Verordnungsentwurf zur Kennzeichnung von Getränkeverpackungen vorgelegt hat, hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Petzold den Geschäftsführer des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) Prof. Dr. Hartmut Vogtmann in das Werk Wittenberg des Kartonherstellers SIG Combibloc in seinem Wahlkreis eingeladen.
Prof. Vogtmann hat in seiner Funktion als Geschäftsführer des FKN das Wittenberger Werk erstmalig besucht und sich von dem hohen Stand der Produktion in Wittenberg überzeugt. Der Werkleiter des SIG Werkes Wittenberg, Wolfgang Dietrich, und weitere Mitarbeiter der Leitung der SIG Combibloc aus Linnich konnten den Gästen eindrucksvoll vor Augen führen, dass das Werk Wittenberg sowohl in der weltweit aufgestellten Combibloc-Familie als auch im Verhältnis zu anderen Kartonverpackungsherstellern in fast allen Bereichen Spitzenpositionen einnimmt. Eine engagierte Belegschaft und ein hohes Umweltbewusstsein in der Produktion als auch in Verantwortung für ihr Produkt kennzeichnen diesen Standort.
Wenn gleichzeitig vom Bundesministerium für Umwelt eine Verordnung als Entwurf vorgelegt wird, in der die ökologische Vorteilhaftigkeit nur an der Unterscheidung „Einweg“ oder „Mehrweg“ festgemacht wird, begibt sich dieses Ministerium auf einen Diskussionsstand, der bereits einmal vor mehr als zehn Jahren aktuell war. Seit dem ist mehrfach in Studien nachgewiesen und vom Umweltbundesamt anerkannt, dass Getränkeverpackungen aus Karton die Umwelt weit weniger belasten, als Dosen aus Metall, Einwegflaschen aus Glas oder Kunststoff, aber auch als viele Mehrwegverpackungen. Jetzt den Bürgern zu vermitteln, dass grundsätzlich alle Einwegverpackungen von vorn herein die Umwelt stärker belasten, ist schlichtweg falsch. Bereits jetzt sind die meisten Einwegverpackungen, die ökologisch die Umwelt stärker belasten, an dem Pfandsiegel zu erkennen. Wenn überhaupt eine zusätzliche Kennzeichnung zur Information des Verbrauchers an Getränkeverpackungen angebracht werden soll, ist nach Meinung des FKN nur eine Kennzeichnung „Mehrweg – ökologische Einwegverpackung“ (MövE) sinnvoll.
Zum Abschluss des Besuches betonte Petzold: Nicht ökologische Prinzipienreiterei ist gefragt, sondern ein tatsächlicher Schutz unserer Natur und Umwelt. Uns muss es darum gehen, dass durch ungerechtfertigte Vorwürfe eines Umweltverbandes keine Arbeitsplätze bei den Kartonherstellern gefährdet werden und ein solches Vorzeigeunternehmen, wie Wittenberg, auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit stabil weiter produzieren kann.
