Anhalt-Bitterfeld mit hervorragender Exportquote „Die Schaffung von Arbeitsplätzen hat Priorität“
von Dr. Reiner Haseloff
Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt - Spitzenkandidat der CDU zur Landtagswahl 2011
Dank der Wirtschaftskompetenz einer CDU-geführten Landesregierung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, Sachsen-Anhalt vom Image des Schlusslichtes zu einer dynamischen Region in Deutschland zu entwickeln. Wesentliche wirtschaftliche Kennziffern belegen, dass sich Sachsen-Anhalt in vielen Schwerpunktbereichen verbessert hat. So hat sich die Arbeitslosenquote aus dem Jahr 2002 von 20,9 Prozent auf 11,5 Prozent im September 2010 verringert. Das Bruttoinlandsprodukt, also der Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen, ist im ersten Halbjahr 2010 preisbereinigt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Bei der Ausstattung und der Qualität von Facharbeitskräften belegt das Land sogar den ersten Rang unter den Bundesländern.
Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren als erstaunlich stabil erwiesen und dem Konjunktureinbruch getrotzt. Dies liegt insbesondere an einem breit gefächerten Branchenmix, an mittelständischen Strukturen und zahlreichen Investitionen. Die Landesregierung hat über Qualifizierungsmaßnahmen und das Instrument der Kurzarbeit rechtzeitig gegengesteuert.
Die Stabilisierung und Erweiterung vorhandener Firmen ist neben der Unterstützung von Neuansiedlungen weiterhin Hauptfeld der CDU-Wirtschaftspolitik. Dazu gehört, die noch zu gering entwickelte industrienahe Forschung in Sachsen-Anhalt deutlich zu stärken.
Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat 179.263 Einwohner (Stand 31. Dezember 2009) und eine Fläche von 1.453 Quadratkilometern. Er ist mit 123 Einwohnern je Quadratkilometer dichter besiedelt als der Durchschnitt des Landes. Im August 2010 waren in Anhalt-Bitterfeld 11.467 Personen arbeitslos gemeldet und damit 462 weniger als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt leicht über der durchschnittlichen Quote im Land.
Mit 13.587 Personen hat der Landkreis derzeit den höchsten Anteil an den Beschäftigten im Bereich Bergbau und verarbeitendes Gewerbe innerhalb Sachsen-Anhalts. 78 Betriebe in diesem Bereich (mit mehr als 50 Beschäftigten) entsprechen einem Anteil an Sachsen-Anhalt insgesamt von 11,9 Prozent. Das Umsatzvolumen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro lag um 10,8 Prozent über dem Vorjahreswert, der Auslandsumsatz in Höhe von 562,4 Millionen Euro stieg sogar um 34,7 Prozent.
Zu den wichtigsten Branchen gehören die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, von chemischen Erzeugnissen sowie die Nahrungs- und Futtermittelindustrie. Im Bauhauptgewerbe waren im ersten Quartal 2010 20 Betriebe mit durchschnittlich 661 Beschäftigten tätig. Der baugewerbliche Umsatz in Höhe von 18,1 Millionen Euro entsprach einem Anteil von 7,8 Prozent des Gesamtumsatzes in Sachsen-Anhalt.
Insgesamt 650 Gewerbeanmeldungen und 565 Abmeldungen gab es im ersten Quartal 2010 in Anhalt-Bitterfeld, außerdem 180 Insolvenzfälle, darunter 33 Unternehmensinsolvenzen. Die Unternehmensinsolvenzen verblieben damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes.
Aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe (GA) „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ sind im Landkreis seit 1991 insgesamt 740 Projekte der gewerblichen Wirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 4,3 Milliarden Euro gefördert worden. Dies hat fast 14.000 neue Arbeitsplätze gebracht. Im Bereich der Infrastrukturvorhaben sind zur Verbesserung der Wirtschaftsstruktur 90 Projekte mit einem Investitionsumfang von 567,7 Millionen Euro bezuschusst worden. Ziel der GA-Förderung bleibt es, eine breitgefächerte, moderne Wirtschaftsstruktur auszubauen. Neben der Ansiedlung von Großbetrieben kommt der Förderung von kleinen und mittelständischen Betrieben eine besondere Bedeutung zu. Oberste Priorität hatte und hat weiterhin die Schaffung von Arbeitsplätzen.
