Zimmer: Kultur- und Geschichtstourismus mit wachsenden Potentialen
Der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Lars-Jörn Zimmer, sieht im Kultur- und Geschichtstourismus weiterhin erhebliche Wachstumspotentiale. Sachsen-Anhalt sei das Land mit den meisten Kulturdenkmalen. Deutsche und europäische Geschichte seien in einer bemerkenswerten Dichte erlebbar. „Inzwischen arbeiten hierzulande über 15.000 Menschen im Kultur- und Geschichtstourismusbereich“, so Zimmer. Nun komme es darauf an, die bestehenden Möglichkeiten weiter auszubauen. Die vorhandenen Markensäulen „Straße der Romanik“, „Blaues Band“, „Himmelswege“ und „Gartenträume“ entwickelten sich gut, jedoch mit einer völlig unterschiedlichen Intensität. Zwar würden die Markensäulen des Landes von in- und ausländischen Touristen gut angenommen, dennoch fehle vielfach der direkte wirtschaftliche Nutzen. Hotels und Gaststättenbetriebe profitierten zum Teil noch ungenügend von den touristischen Angeboten des Landes. Zimmer, der auch Vorsitzender des Landestourismusverbandes (LTV) ist, fordert Kommunen und Landkreise auf, mehr regionale Netzwerke zu bilden. Das Land könne derartige Maßnahmen zwar in beschränktem Maße finanziell unterstützen, die Akzeptanz und die Umsetzung in wirtschaftlich sinnvolle Projekte muss jedoch vor Ort arrangiert werden. Zimmer kündigt zur kommenden Landtagssitzung die Einbringung eines Antrages der Regierungskoalition von CDU und SPD an, der eine Evaluierung der Markensäulen des Landes und eine stärkere Konzentration von touristisch vermarktungsfähigen Produkten zum Ziel hat. (11. Juli 2007)
