Take: „Frühlingserwachen“ trotz milden Winters
Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Brigitte Take, spricht von einem „Frühlingserwachen“ auf dem Arbeitsmarkt. Angesichts des milden Winters sei es erstaunlich, dass die Arbeitsmarktdaten in Sachsen-Anhalt dennoch einen deutlichen Sprung machten. Damit setze sich der positive Trend weiter fort. Als problematisch bezeichnet Take die weiterhin große regionale Spreizung der Arbeitslosenzahlen. Während sie im Mansfelder Land 22,4 Prozent betrage, sei sie im Ohrekreis mit 10,9 Prozent nur halb so hoch. Dies mache die strukturellen Schwächen der einzelnen Landkreise deutlich. Take warnt vor einem zweigeteilten Arbeitsmarkt. „Es gibt jene, die aufgrund ihrer Qualifikation recht schnell einen neuen Job finden, und es gibt andere, welche kaum eine Chance im Arbeitsleben bekommen“, sagte Take. Dies liege nicht nur an der Altersstruktur, sondern vor allem an der Qualifikation vieler Arbeitsloser. Selten habe es so viele unbesetzte Arbeitsstellen gegeben wie in diesen Tagen. Dennoch gelinge es den Unternehmen kaum, ihren Fachkräftebedarf aus dem hiesigen Pool der Arbeitssuchenden zu decken. „Sachsen-Anhalt steckt da in gewisser Hinsicht in einer Technikfalle. Die Unternehmen sind hochproduktiv und technisch auf dem neusten Stand. Für moderne Maschinen und Anlagen gibt es jedoch zu wenige ausgebildete Facharbeiter“, so Take weiter. Die CDU-Arbeitsmarktexpertin fordert daher von der Wirtschaft eine Ausbildungsplatzoffensive, die sich am Bedarf der Unternehmen orientiert. (2. Mai 2007)
