Take: Ausbildung wird zur Überlebensfrage für die Unternehmen
Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Brigitte Take, hat den Rückgang der Zahl der Auszubildenden als „volkswirtschaftlich bedenklich“ bezeichnet. Aufgrund der demographischen Entwicklung hätten im Jahr 2005 nur noch rund 15 700 Auszubildende ihren Abschluss im dualen System absolviert. Das sind bereits 500 weniger als im Vorjahreszeitraum und 5000 weniger im Vergleich zum Jahr 2000. Dies werde langfristig dazu führen, dass Sachsen-Anhalts Wirtschaft Nachwuchsprobleme bekommt. „Insbesondere für High-Tech-Unternehmen wird ein gesunder Altersmix zur Überlebensfrage, da ohne Nachwuchs die Belegschaft vergreist“, so Take. Take forderte mehr als bisher eine Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ausbildungsberufen. Angesichts der rückläufigen Ausbildungszahlen könne man es sich nicht mehr leisten, am Bedarf der Unternehmen vorbei zu operieren. Gerade die Automobilindustrie und die Chemie in Sachsen-Anhalt würden in den nächsten Jahren einen erheblichen Bedarf an hoch spezialisierten Ausbildungsberufen haben.
