Friedhof muss letzte Ruhestätte für Verstorbene bleiben
"Nicht jedem Trend westeuropäischer Begräbnisunkultur hinterherlaufen" will der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag Sachsen-Anhalt, Jürgen Scharf, vor dem Hintergrund der angekündigten Novellierung des Bestattungsgesetzes. Die in Deutschland historisch entwickelten Begräbnisformen dürften "nicht von ihren Wurzeln abgetrennt" werden. "Nicht europäische Liberalisierungstrends, sondern unsere christlich-abendländische Tradition muss weiterhin der Maßstab für die rechtlichen Anpassungen des neuen Bestattungsgesetzes bleiben." Eine eindeutige Abgrenzung von bereits erfolgten Novellierungen in den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen fordert Scharf in Zusammenhang mit dem in Sachsen-Anhalt bestehenden Friedhofs- und Bestattungszwang: "Der Gesetzentwurf darf nicht auf eine Störung der Totenruhe hinauslaufen oder darauf, dass eine 'Urne für Zuhause' letztlich bei der Haushaltsauflösung auf dem Müll landet. Der Friedhof ist nach unserer abendländischen Kultur die letzte Ruhestätte für die Toten und nicht der Bettkasten in einem Schlafzimmer."
